LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

Düsseldorf | 12.10.2020

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Hochschulen passen Lehrbetrieb an aktuelles Infektionsgeschehen an

In Nordrhein-Westfalen starten die Studierenden in diesen Tagen in das Wintersemester 2020/2021. Um der aktuellen Pandemie-Situation verantwortungsvoll und bestmöglich Rechnung zu tragen, haben sich die Hochschulen im Land auf eine Mischung aus Präsenz- und Online-Lehrveranstaltungen, ein sogenanntes Hybridsemester, vorbereitet. Im Hybridsemester können die Hochschulen Präsenzveranstaltungen mit bis zu 50 Studierenden durchführen und diese mit Online-Angeboten ergänzen. Vor allem für Erstsemester soll der Hochschul-Campus wieder geöffnet werden, um den Einstieg in ihr Studium und einen neuen Lebensabschnitt zu unterstützen.

„Das Motto des Wintersemesters lautet: So viel Präsenz wie möglich, so viel online wie nötig. Ziel der Landesregierung und der Hochschulen ist, dass der Campus wieder zu einem Ort der Begegnung wird. Dabei hat die Gesundheit von Studierenden und Lehrenden jedoch weiter höchste Priorität. Die Gefahr von ‚Superspreading-Events‘ etwa durch stark nachgefragte Vorlesungen in großen Hörsälen gilt es zu verhindern. Die Hochschulen haben durch komplexe Planungen lokale und verantwortungsvolle Lösungen für ein hybrides Semester gefunden. Sie konnten dabei auf ihren guten Erfahrungen aus dem Online-Sommersemester aufbauen. Die Landesregierung wird die Hochschulen bei der Umsetzung nach Kräften unterstützen“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Die Landesrektorenkonferenz der Universitäten mit ihrem Vorsitzenden Professor Lambert T. Koch und seinem Stellvertreter Professor Gerhard Sagerer erläutert dazu: „Wenn man diesem schwierigen Jahr 2020 überhaupt etwas abgewinnen möchte, so zählen dazu die enormen Fortschritte unserer Hochschulen in Sachen Online-Lehre. Hier knüpfen wir im Wintersemester an. Einerseits wollen wir, wo immer es die Hygiene- und Abstandregeln erlauben, unsere Universitäten wieder als Orte des wissenschaftlichen Diskurses und eines inspirierenden Campuslebens ‚live‘ erfahrbar machen. Andererseits werden wir alle großen Veranstaltungen weiterhin in digitalen Formaten anbieten. Dieser hybride Ansatz ist Ausfluss einer Politik der vorsichtigen Öffnung, die den Besonderheiten eines typischen Studiums mit dauernd wechselnden Kontaktgruppen, vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens, Rechnung trägt. Und wir sind dankbar, die Landesregierung dabei an unserer Seite zu wissen.“

Mit der Corona-Epidemie-Hochschulverordnung hat die Landesregierung den Hochschulen bereits für das Sommersemester die notwendigen rechtlichen Regelungen für einen digitalen Lehr- und Prüfungsbetrieb zur Verfügung gestellt. Die Verordnung soll nun, angepasst an die Erfordernisse des Hybridsemesters, bis zum Ende des Wintersemesters 2020/2021 verlängert werden. Damit will die Landesregierung den Hochschulen Planungssicherheit geben.

 

Quelle: MKW

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