LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

21. August 1998: Durch neues Hochschulgesetz keine Erweiterung der Hochschulautonomie

Die Landesrektorenkonferenz Nordrhein-Westfalen, die die 15 Universitäten des Landes vertritt, kritisiert den Referentenentwurf für ein neues Hochschulgesetz. Zwar werden die angestrebte Erweiterung der Hochschulautonomie und das Ziel einer effizienteren Gestaltung der Leitungs- und Entscheidungsstrukturen von der LRK positiv beurteilt, jedoch werden diese Ziele im Referentenentwurf nicht konsequent genug verfolgt.

Wenn z.B. die Umwidmung von Professorenstellen oder die Einführung neuer Studiengänge weiterhin eines aufwendigen Genehmigungsverfahrens bedürfen, entspricht das nicht dem Ziel der Erweiterung der Hochschulautonomie mit einer Stärkung des Wettbewerbsgedankens.

Das Ziel der Stärkung der Leistungskraft der Hochschulen durch effizientere Leitungs- und Entscheidungsstrukturen wird durch den vorliegenden Entwurf nicht erreicht. Ein erheblicher Teil der Arbeitskraft der Hochschulangehörigen werde durch unzweckmäßige Vorschriften absorbiert und der Aufgabenerfüllung in Forschung und Lehre entzogen.

Vor Verabschiedung des Gesetzes muß nach Auffassung der LRK eine klare politische Entscheidung darüber getroffen werden, ob der Erfüllung der Kernaufgaben der Hochschule insbesondere in Forschung und Lehre und einer darauf abgestimmten effizienten Leitungsstruktur oder dem Gedanken einer durchgängigen Partizipation auch bei Einzelentscheidungen die Priorität eingeräumt werden soll.

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