LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

6. Dezember 2000: Hochschulen wollen nicht nur Mieter im eigenen Haus sein

  

Die nordrhein-westfälischen Hochschulen fordern ein klares Verfügungsrecht über ihre Gebäude und Grundstücke. Mehrfach hatten sie sich in diesem Jahr gegen Pläne des Landtags ausgesprochen, das Eigentum an ihren Immobilien einem zentralen "Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW" zu übertragen. Kurz vor der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes am Freitag dieser Woche (8.12.2000) haben die Rektoren nun am Montag bei ihrer Landesrektorenkonferenz unterstrichen, dass sie bei der Verwaltung der Liegenschaften Sonderregelungen für die Hochschulen als dringend notwendig und unabdingbar erachten.

Wie der LRK-Vorsitzende Prof. Dr. Albert Klein, Rektor der Universität Dortmund, nach der Sitzung im Dortmunder Universitätskolleg Bommerholz bekräftigte, sehen die Spitzenvertreter der Hochschulen - übrigens in völliger Einigkeit mit den Kanzlern als deren Verwaltungschefs - das neue zentralistische Immobilien-Management als verhängnisvollen Weg an. Sie befürchten nicht nur eine eindeutige Minderung der Autonomie der Hochschulen. Auch der Auftrag des Hochschulgesetzes, den Hochschulen mehr Eigenverantwortung zu übertragen, werde mit der Neuregelung unterlaufen.

Die Rektoren verlangen, dass den besonderen Belangen der Universitäten und Fachhochschulen zumindest teilweise Rechnung getragen wird. Rektor Klein hat als LRK-Vorsitzender in einem Schreiben an den Präsidenten des nordrhein-westfälischen Landtags, Ulrich Schmidt, am 5. Dezember mit Nachdruck darum gebeten, dass die Sorgen und Mindestforderungen der Universitäten bei der Gründung des zentralen Liegenschafts-Managements zumindest in begleitenden Entschließungen des Landtags berücksichtigt werden.

Der LRK-Vorsitzende in seinem Schreiben: "Die Landesrektorenkonferenz durfte darauf vertrauen, dass Ministerin Behler eine Reihe pragmatischer Ausnahmen für die Hochschulen erreicht hat. Wenige Tage vor Verabschiedung des Gesetzes sieht es so aus, als würden diese Ausnahmen auf Druck des Koalitionspartners zurückgenommen. Das würde zu massiven Standortnachteilen für die NRW-Hochschulen führen - vor allem bei der Gewinnung hervorragender Wissenschaftler. Die Landesrektorenkonferenz appelliert an die Landtagsabgeordneten, vorgesehene Sonderregelungen für die Hochschulen zu erhalten."

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