LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

29. Juli 1998: Schlimmste Befürchtungen bestätigt - LRK-Vorsitzender kritisiert Entwicklung in NRW

Künftig schwächere Rolle von Wissenschaft und Forschung im neuen Kabinett von Ministerpräsident Clement?

Die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich der schwächeren Rolle, die Wissenschaft und Forschung künftig im Kabinett des neuen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement spielen, sieht der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK) Prof. Dr. Wolfgang Weber (Universität Paderborn) schon jetzt bestätigt. Weber rechnet nach Gesprächen im Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung damit, daß den Hochschulen in den nächsten beiden Jahren rund 1.000 Stellen verloren gehen, die früher durch Hochschulsonderprogramme (HSP) zur Bewältigung der Überlast in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt wurden.

Die Universitäten des Landes seien darüber informiert worden, daß schon im Februar des nächsten Jahres die ersten 100 Stellen eingezogen würden. Diese Entwicklung sei angesichts des von der Kultusministerkonferenz (KMK) erwarteten und durch die neuesten Einschreibeziffern bereits erkennbaren Anstiegs der Studierendenzahlen unverantwortlich. Die Universitäten - so der LRK-Vorsitzende - sehen die Haushaltsprobleme des Landes und seien zur Zusammenarbeit bei der Lösung der anstehenden Probleme bereit.

Deshalb bedauere er, daß die Angebote zu einer kooperativen Hochschulplanung bisher vom MSWWF nicht aufgegriffen wurden. Auch das neue Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung müsse daran interessiert sein, eine vertrauensvolle Atmosphäre als Grundlage für die Lösung der schwierigen Probleme im Hochschulbereich zu schaffen. Ad-hoc-Stellenstreichungen verstärkten die Planungsunsicherheit an den Hochschulen und schafften Mißtrauen.

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