LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

Bielefeld | 29.09.2017

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NRW-Universitäten erfolgreich beim Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs und der Vorauswahl zur Exzellenzstrategie.

Nordrhein-Westfalen erhält in der ersten Förderrunde aus dem Bund-Länder-Programm 104 zusätzliche Tenure-Track-Professuren für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Im Vorentscheid zur Exzellenzstrategie sind insgesamt acht Unis aus Nordrhein-Westfalen, mit 19 Antragsskizzen, in der Endrunde.

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Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs

Mit dem sogenannten Tenure-Track-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wollen Bund und Länder dazu beitragen, planbare und transparente Karrierewege in der Wissenschaft zu etablieren. Die Tenure-Track-Professur sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor.

In der ersten Bewilligungsrunde wurden 468 Professuren deutschlandweit gefördert. 2019 folgt dann eine zweite Auswahlrunde. Insgesamt stellt der Bund für beide Runden eine Milliarde Euro bereit, um1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren zu fördern. Die Laufzeit des Programms geht bis 2032. Zugleich werden die Länder die Zahl der unbefristeten Professuren um 1.000 erhöhen, um die Karrierechancen des wissenschaftlichen Nachwuchses insgesamt zu verbessern. Das heißt, die Länder verstetigen die Tenure-Track-Professuren – und übernehmen damit den überwiegenden Anteil an der Gesamtfinanzierung.

Am 21.09.2017 wurden die Universitäten bekannt gegeben, die mit ihren Konzepten in der ersten Bewilligungsrunde überzeugt haben. Von den  deutschlandweit 34 Universitäten, kommen sechs aus NRW:

  • Universität Bielefeld
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Technische Universität Dortmund
  • Universität Duisburg-Essen
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Universität zu Köln

Mit insgesamt 104 geförderten Tenure-Track-Professuren hat NRW damit die maximal mögliche Anzahl für die erste Bewilligungsrunde erreicht.

Exzellenzstrategie

Mit der „Exzellenzstrategie“ soll der Wissen­schafts­standort Deutschland nachhaltig gestärkt und international wettbewerbsfähig bleiben. Die Exzellenzstrategie ist die Weiterentwicklung der 2005 initiierten Exzellenzinitiative. Sie fördert wissenschaftliche Spitzenleistungen, Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem. Die Exzellenzcluster werden bei Erfolg für zunächst sieben Jahre gefördert und erhalten drei bis 10 Millionen Euro pro Jahr. Die Exzellenzstrategie ist ab 2018 jährlich mit insgesamt 533 Millionen Euro dotiert. Die Mittel werden vom Bund und den jeweiligen Sitzländern im Verhältnis 75:25 getragen.

Am 29.09.2017 wurden die Ergebnisse der Sitzung des Expertengremiums bekanntgegeben,  die die erste Vorentscheidung für die Endrunde der Exzellenzcluster darstellt. Insgesamt 88 Projekte  wurden zur Antragstellung für die Endrunde bestimmt. Sie wurden aus insgesamt 195 Antragsskizzen ausgewählt.

Das gute Abschneiden NRWs macht deutlich, wie forschungsstark der Wissenschaftsstandort ist. Acht Universitäten aus NRW, mit insgesamt 19 Antragsskizzen sind nun aufgefordert Vollanträge einzureichen. Die in der Vorentscheidung deutschlandweit erfolgreichste Universität kommt mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. 

Diese NRW-Universitäten haben in der Förderlinie Exzellenzcluster die Endrunde erreicht:

 

Universität(en)

Anzahl
der Projekte              

 

RWTH Aachen

     4

 

Universität Bielefeld

     1

 

Ruhr-Universität Bochum

     1

 

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

     5

 

Universität zu Köln

     1

 

Westfälische Wilhelms-Universität

     3

 

Ruhr-Universität Bochum / TU Dortmund

     1

 

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn /
Universität zu Köln

     1

 

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / Universität zu Köln

     1

 

RWTH Aachen / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn / Universität zu Köln

     1

Am 27. September 2018 wird endgültig entschieden, welche Universitäten Zuschläge bekommen. Förderbeginn ist dann der 1. Januar 2019. Die Auswahl hat auch Auswirkungen darauf, ob eine Universität zur Exzellenzuniversität ausgezeichnet wird. Denn Universitäten, die im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität antreten wollen, müssen über mindestens zwei geförderte Cluster verfügen, Universitätsverbünde über drei.

 

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