LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

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 Dortmund l 15.10.2014 l PM-09/2014

NRW-Hochschulen in Sorge um Fortführung der DFG-Programmpauschale

Mit großer Sorge haben sich die Rektorinnen und Rektoren der NRW-Universitäten am Rande ihrer LRK-Sitzung in Dortmund über einen möglichen Wegfall der DFG-Programm-pauschale geäußert. Die Vorsitzende der LRK NRW, Frau Prof. Dr. Ursula Gather, sagte hierzu: „Sollte diese Pauschale wegfallen, würde uns das in NRW erheblichen Schaden zufügen. Eine Abschaffung käme einer Kürzung der Hochschulgrundausstattung gleich und würde die Universitäten vor kaum lösbare Probleme stellen. Die Fortführung zahlreicher Forschungsprojekte wäre in Gefahr.“  

BAföG-Mittel in DFG-Programmpauschale investieren

Ab 2015 übernimmt der Bund die vollständige Finanzierung des BAföG. Das Land NRW wird dadurch jährlich um rund 279 Mio. € (allein 206 Mio. € im Hochschulbereich) entlastet. An diese Entlastung ist die Erwartung geknüpft – wie auch vom Bund gefordert –, dass die frei werdenden Mittel insbesondere für die Hochschulen eingesetzt werden.

Die Universitäten appellieren daher an die Landesregierung, sich mit dem Bund auf die Fortsetzung der DFG-Programmpauschale zu verständigen und die frei werdenden BAföG-Mittel in die Kofinanzierung der Programmpauschale zu investieren.

 

Hintergrund DFG-Programmpauschale

In jedem Forschungsprojekt fallen Nebenkosten z.B. für Energie, Infrastruktur und Administration an. Die DFG-Programmpauschale ist ein zentrales Element der Forschungsförderung, die dazu beiträgt diese sogenannten indirekten Kosten zumindest teilweise abzudecken. Seit 2007 erhalten die Hochschulen diese Pauschale im Rahmen von Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Allerdings reicht die gegenwärtige Pauschale (20 Prozent der direkten Projektkosten) bereits jetzt nicht aus, um die tatsächlich anfallenden, indirekten Kosten zu decken. Die NRW-Universitäten sind deshalb gezwungen, die anfallenden Kosten auch über ihre Grundausstattung zu finanzieren. Dabei wird der Grundhaushalt einer Hochschule umso stärker belastet, je erfolgreicher eine Universität im Einwerben von Drittmitteln ist.

Die Finanzierung dieser Pauschalen wird bisher zu 100 Prozent vom Bund getragen. Eine Beteiligung der Länder wird sowohl vom Bundesrechnungshof als auch vom Deutschen Bundestag mit Nachdruck gefordert. Bislang gibt es in den Verhandlungen zwischen Bund und Ländern keine Einigung über die Weiterführung und die künftigen Finanzierungsmodalitäten der Programmpauschale.

 

Download:

pdf_buttonPressemitteilung "Forschung an Universitäten in Gefahr"

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