LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

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 Dortmund l 26.10.2016 l PM-03/2016

LRK begrüßt Planungssicherheit durch Verstetigung befristeter Programmmittel

In der Hochschulvereinbarung NRW 2021 haben sich Land und Hochschulen über die finanziellen Rahmenbedingungen der nächsten Jahre verständigt und die beiderseitigen Leistungen festgehalten. Ziel der Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ist es, damit für eine angemessene Ausstattung der Forschungs- und Studienstandorte zu sorgen.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW (LRK NRW), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, unterzeichnete am 26. Oktober 2016 gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW (LRK FHs), Prof. Dr. Marcus Baumann, der Sprecherin der Kanzlerinnen und Kanzler der Kunst- und Musikhochschulen NRW, Dr. Sabine Schulz sowie Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Finanzminister Norbert Walter-Borjans am Rande einer Pressekonferenz im Landtag die neue Vereinbarung. Im Anschluss haben alle Rektorinnen und Rektoren sowie Präsidentinnen und Präsidenten der Universitäten des Landes die Vereinbarung unterschrieben. Sie tritt am 1. Januar 2017 in Kraft und gilt für fünf Jahre.

 

Verlässliche Grundfinanzierung

Mit der Hochschulvereinbarung NRW 2021 fließen befristete Programmittel zusätzlich zur Grundausstattung in die Finanzierung der Hochschulen ein. Das bedeutet konkret, dass einerseits die Projektförderung zur Lehrerausbildung (LABG) und Förderpädagogik (ISP) und andererseits Mittel aus dem zeitlich befristeten Hochschulpakt verstetigt und in die Hochschulhaushalte verlagert werden. Dies gilt für die Dauer der Vereinbarung, das heißt bis 2021.

 

„Die LRK NRW begrüßt die erheblichen finanziellen Anstrengungen des Landes ausdrücklich. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Studierendenzahlen ist die Verstetigung befristeter Programmmittel für die Universitäten in NRW unabdingbar. Die Finanzierungszusagen des Landes ermöglichen eine verlässliche Grundfinanzierung und schaffen so Planungssicherheit bis 2020. Um die hohe Attraktivität und Leistungsstärke der Universitäten nachhaltig zu gewährleisten, ist eine angemessene Grundausstattung der Universitäten auch über diesen Zeitraum hinaus notwendig“, so Professor Sagerer, Vorsitzender der LRK NRW und Rektor der Universität Bielefeld. „Die LRK NRW sähe es gerne, wenn der Bund in gleichem Maße seinen Anteil am Hochschulpakt verstetigen würde; dies würde die Planungssicherheit der Hochschulen noch einmal erhöhen.“

 

Allzeithoch bei Studiernachfrage

Für den Zeitraum von 2011 bis 2015 ging man ursprünglich von ca. 90.000 zusätzlichen Studienanfängerinnen und -anfängern in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu 2005 aus. Allerdings haben in diesem Zeitraum fast 180.000 Studierende – also fast doppelt so viel wie zunächst prognostiziert – ein Studium in NRW begonnen. Auch nach dem doppelten Abiturjahrgang 2013 entscheiden sich weiterhin immer mehr junge Menschen für ein Studium in NRW. Zum Start des Wintersemesters 2016/17 waren laut Schätzzahlen knapp 755.000 Studierende an den nordrhein-westfälischen Hochschulen eingeschrieben. Das sind insgesamt fast 10.000 bzw. 1,3 Prozent mehr Studierende als im Wintersemester 2015/16. Diese Entwicklung entspricht den Prognosen der Kultusministerkonferenz (KMK), nach denen die Gesamtstudierendenzahl an den Hochschulen in NRW in den nächsten Jahren anhaltend hoch bleiben wird. Knapp zwei Drittel der Studierenden sind an Universitäten immatrikuliert: Das zeugt von der großen Anziehungskraft der NRWUniversitäten. Es fordert eine beachtliche Leistung, den Studierenden weiterhin eine qualitativ hochwertige akademische Ausbildung zu ermöglichen.

 

Landeshochschulentwicklungsplan

2017 tritt mit der Hochschulvereinbarung NRW 2021 auch der Landeshochschulentwicklungsplan in Kraft: Er definiert wichtige hochschulübergreifende Entwicklungsfelder, ermöglicht den NRW-Universitäten aber gleichzeitig ihr individuelles Profil weiterzuentwickeln und ihren erfolgreichen Weg fortzusetzen. Dabei wird der Schwerpunkt auf Lehre und Forschung gelegt und zentrale Themen wie die Digitalisierung der Hochschulen und Kooperationen hervorgehoben. Auch dafür gilt: Um die im Landeshochschulentwicklungsplan beschriebenen Ziele nachhaltig verfolgen und umsetzen zu können, soll eine finanzielle Planungssicherheit auch über 2020 hinaus gegeben sein.

 

 

Über die Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW (LRK NRW)

Die Landesrektorenkonferenz der Universitäten in Nordrhein-Westfalen ist ein Zusammenschluss der 14 Universitäten, die in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stehen, sowie der Universität Witten/Herdecke. Die Universitäten werden in der Landesrektorenkonferenz durch ihre Rektorinnen und Rektoren, Präsidentinnen und Präsidenten vertreten. Die LRK fördert die Zusammenarbeit der Hochschulen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich und befasst sich mit übergreifenden hochschulpolitischen Themen.


Weiter Informationen zur LRK NRW unter: www.lrk-nrw.de/lrk/

 

 

Download:

pdf_buttonPressemitteilung "Unterzeichnung der Hochschulvereinbarung NRW 2021"

emailbuttonLRK NRW Geschäftsstelle

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