LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

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 Bielefeld l 20.02.2017 l PM-01/2017

Vor den Landtagswahlen: Hintergrundpapier der NRW-Universitäten

„Die Universitäten im NRW von morgen: Studien- und Forschungsbedingungen nachhaltig verbessern“

Die Landesrektorenkonferenz (LRK NRW) und die Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Nordrhein-Westfalen präsentieren in einem gemeinsamen Papier Hintergründe zu zwei besonders drängenden Themen: 1. die Ressourcen für Lehre und Studium bei steigenden Studierendenzahlen und 2. die Kosten für den Hochschulbau unter besonderer Berücksichtigung des aufgelaufenen Sanierungsrückstands.

„Wir würdigen ausdrücklich die Anstrengungen der Landesregierung, um die Grundfinanzierung der Universitäten zu stabilisieren. Die Hochschulvereinbarung NRW 2021 war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Gleichzeitig wollen wir zeigen, dass dies nur ein Anfang sein kann, dem weitere Schritte folgen sollten. Nirgendwo in Deutschland muss eine Lehrperson so viele Studierende gleichzeitig betreuen wie in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommt, dass im Hochschulbau 1,9 Milliarden Euro fehlen. Es bedarf einer politischen Debatte darüber, wie die NRW-Universitäten weiterhin wettbewerbsfähig bleiben können“, sagt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Vorsitzender der LRK NRW und Rektor der Universität Bielefeld.

 

Zahlen und Fakten

Vergleicht man das Allzeithoch der Studierendenzahl mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, so kann gerade einmal der Status Quo gehalten werden: Obwohl von 2010 bis 2016 die Grund- und Programmmittel um 28 Prozent gestiegen sind, hat sich die Zahl der Studierenden im gleichen Zeitraum um 29 Prozent erhöht. Betrachtet man beide Zahlen zusammen, handelt es sich für die Universitäten um ein Nullsummenspiel. De facto ist pro Studierender/Studierendem nicht mehr Geld an die Universitäten geflossen. Der Löwenanteil der Mittelzuwächse beruht zudem auf befristeten Programmmitteln und langfristige Planungen werden erschwert. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, sind seitens der Politik dynamische Finanzierungsansätze notwendig, die die tatsächliche Zahl der Studierenden berücksichtigen. Auch die weitere Verstetigung befristeter Programmmittel muss, über die Hochschulvereinbarung NRW 2021 hinaus, fortgeführt werden.

 

In Bezug auf die Betreuungsrelation, also wie viele Studierende von einer Lehrkraft betreut werden, stehen die Universitäten in NRW im bundesweiten Vergleich an letzter Stelle. Auf eine Lehrperson kommen 22 Studierende, pro ProfessorIn sind es durchschnittlich sogar 93. Das Grundproblem: Für jede zusätzliche Lehrkraft erhöht sich die Anzahl der Studierenden, die an einer Universität aufgenommen werden müssen.

 

Die Qualität von Lehre und Forschung ist zudem massiv abhängig vom Zustand der Infrastruktur. Obwohl NRW in den letzten Jahren die Mittel für den Hochschulbau aufgestockt hat, kann die über viele Jahre aufgelaufene Sanierungslücke nicht geschlossen werden. Für den Bestandserhalt der Gebäude und die Flächenerweiterung fehlen in NRW insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Die Mittel für den Hochschulbau müssen daher intensiviert und stabilisiert und die Prozesse im Baumanagement des Landes verbessert werden.

 

 

Über die Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW (LRK NRW)

Die Landesrektorenkonferenz der Universitäten in Nordrhein-Westfalen ist ein Zusammenschluss der 14 Universitäten, die in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stehen, sowie der Universität Witten/Herdecke. Die Universitäten werden in der Landesrektorenkonferenz durch ihre Rektorinnen und Rektoren, Präsidentinnen und Präsidenten vertreten. Die LRK fördert die Zusammenarbeit der Hochschulen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich und befasst sich mit übergreifenden hochschulpolitischen Themen.


Weiter Informationen zur LRK NRW unter: www.lrk-nrw.de/lrk/

 

 

Download:

pdf_buttonHintergrundpapier der NRW-Universitäten "Die Universitäten im NRW von morgen: Studien- und Forschungsbedingungen nachhaltig verbessern"

pdf_buttonPressemitteilung "Vor den Landtagswahlen: Hintergrundpapier der NRW-Universitäten"

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