LRK NRW - Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW

Hintergrundinformationen

Seit Veröffentlichung des Referentenentwurfs eines Hochschulzukunftsgesetzes hat sich eine breite öffentliche Debatte zur geplanten Novellierung des nordrhein-westfälischen Hochschulgesetzes entwickelt. Hierzu stellen die Universitäten auf dieser Webseite Hintergrundinformationen zu zentralen Sachverhalten zur Verfügung.

Absolventenzahlen an NRW-Hochschulen steigen

Sachverhalt:

 

Im Prüfungsjahr 2016 haben an den nordrhein-westfälischen Hochschulen 107.111 Studierende erfolgreich ihr Hochschulstudium abgeschlossen. Damit stieg die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im Vergleich zum Prüfungsjahr 2015 um 6,6 Prozent (+6.672 Absolventen) und erreichte damit erneut einen historischen Höchststand.

 Absolventen an allen NRW-Hochschulen:

  Prüfungsjahr

2015

2016

Steigerung Prüfungsjahr
2015 zu 2016 in %

  Absolvent(inn)en

100.438

107.111

+6,6%

*Datenbasis: IT.NRW, NRW-Hochschulen: Zahl der Absolventen steigt auf neuen Höchststand; vom 09.08.2017.

Steigende Studierendenzahlen an NRW-Universitäten

Sachverhalt:

 

Im Wintersemester (WS) 2015/16 waren 745.009 Studierende an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen eingeschrieben – im Vergleich zum WS 2005/06 handelt es sich um eine Steigerung von 58,4 %. Dabei hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen und –anfänger im gleichen Zeitraum um knapp 32 % erhöht.

 

Studierende an allen NRW-Hochschulen:

 Semester:

WS 2005/06

WS 2015/16

Steigerung (in %)
von WS 05/06
zu WS 15/16

 Studierende:

470.315

745.009

+58,4%

 Studienanfänger/innen:

80.365

105.929

+31,8%

*Datenbasis: IT.NRW, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen: Statistik kompakt – Ausgabe 2014, Düsseldorf 2014, S. 6.; IT.NRW, NRW-Hochschulen: Zahl der Studierenden an NRW-Hochschulen steigt weiter, 06.07.2016.

Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren - auch über 2015 hinaus - kontinuierlich mit deutlich mehr Studienanfängerinnen und -anfängern in NRW zu rechnen ist.

Betreuungsrelation an NRW-Universitäten

Sachverhalt:

Die Betreuungsrelation an den Hochschulen in NRW ist seit Jahren im Bundesvergleich unter dem Durchschnitt. Grund für diese Entwicklung ist, dass die Zahl der Studierenden erheblich gestiegen ist, die Zahl der zusätzlich geschaffenen Professorenstellen im Verhältnis dazu aber nur geringfügig erhöht wurde. 2015/16 hat eine Professorin/ ein Professor in NRW im Durchschnitt 93 Studierende betreut. Damit hat NRW bundesweit die schlechteste Betreuungsrelation.

 

 Bundesland

Betreuungsrelation: Studierende pro ProfessorIn (wiss. Personal), WS 2015/16

 Thüringen

51,9 (14,2)

 Bremen

53,4 (19,0)

 Mecklenburg-Vorpommern

54,2 (14,8)

 Sachsen-Anhalt

61,3 (16,5)

 Sachsen

61,5 (16,2)

 Hamburg

62,5 (18,2)

 Schleswig-Holstein

62,6 (17,6)

 Saarland

62,8 (17,7)

 Brandenburg

67,1 (17,5)

 Baden-Württemberg

67,9 (16,3)

 Berlin

70,6 (21,1)

 Niedersachsen

70,7 (17,9)

 Rheinland-Pfalz

74,8 (19,3)

 Bayern

76,2 (16,6)

 Hessen

82,1 (21,7)

 Nordrhein-Westfalen

92,7 (22,1)

 *Statistisches Bundesamt: Fachserie 4.3.1. Universitäten ohne medizinische Einrichtungen (für NRW: Sonderauswertung ohne FernUniversität Hagen)

Studienangebot an NRW-Hochschulen

Sachverhalt:

 

Die NRW-Universitäten haben ihr Studienangebot in den letzten Jahren flexibilisiert und stark vergrößert: Konnten im Wintersemester 2008/09 in NRW 2.226 Studiengänge (Bachelor, Master und Staatsexamen zusammen) studiert werden, so wurde das Angebot zum Wintersemester 2016/17 auf 3.893 gesteigert.

 

Studienangebot insgesamt an NRW-Hochschulen

Studiengänge insgesamt

WS 2008/09

 Studiengänge insgesamt

 WS 2016/17

  NRW

2.226

3.893

*Datenbasis: HRK, Statistische Daten zu Studienangeboten an Hochschulen in Deutschland.

  

Diese Entwicklung führte ebenfalls zu einer Steigerung der Studienangebote im Lehramt: Im Wintersemester 2008/09 konnten 644 Lehramts-Studiengänge (Staatsexamen, Bachelor- und Masterabschlüsse zusammen) studiert werden. Im Wintersemester 2016/17 sind es bereits 1.218.

 

Studienangebot Lehramt an NRW-Hochschulen

Studiengänge Lehramt 

WS 2008/09 

 Studiengänge Lehramt

 WS 2016/17

  NRW

644

1.218

*Datenbasis: HRK, Statistische Daten zu Studienangeboten an Hochschulen in Deutschland.

Entwicklung der „Kleinen Fächer“ an NRW-Universitäten

Sachverhalt:

 

Für Nordrhein-Westfalen lässt sich nach den Informationen der Arbeitsstelle ‚Kleine Fächer‘ an der Universität Mainz (ein Projekt im Auftrag der HRK) feststellen, dass es in den letzten 15 Jahren bei den kleinen Fächern keinen „Schwund“ oder gar „Kahlschlag“ gegeben hat, sondern eine stabile bzw. sogar leicht positive Entwicklung. NRW hat sich dabei besser als der Bundestrend entwickelt.

Professuren 
1997

Professuren 
2007

Professuren 
2011

Veränderung 
1997 zu 2011

  NRW:

392 398 396 + 1,0 %

  Bund:

2.036 2.008 2.023 - 0,6 %
*Datenbasis: Datenlieferung der Arbeitsstelle Kleine Fächer. Stand: Dezember 2013.

Personal an NRW-Universitäten

Sachverhalt:

 

In Nordrhein-Westfalen waren 2015 an den Hochschulen und Hochschulkliniken 136.492 Personen (ohne studentische Hilfskräfte) beschäftigt. Dies waren 44,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2006.

  Jahr:

2006

2015

Steigerung von
2006 zu 2015 in %

  Personal insgesamt:

94.314

136.492

 +44,7%

* Datenbasis:IT.NRW, Statistische Berichte. Personal an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2011, Düsseldorf 2013, S. 12.; IT.NRW, NRW-Hochschulen beschäftigen Ende 2015 etwa drei Prozent mehr Personal als ein Jahr zuvor, vom 26.08.2016.

Finanzausstattung pro Studierende an NRW-Universitäten

Sachverhalt:

 

Die Finanzausstattung der Universitäten in NRW ist zwar absolut gestiegen, pro Studierende ist diese seit 2009 jedoch kontinuierlich gesunken und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Laufende Ausgaben (Grundmittel) absolut und im Verhältnis zur Studierendenzahl in NRW 2008-2012:

  Jahr

2008

2009

2010

2011

2012

  lfd. Ausgaben (Grundmittel) in Mio.

 

2.857,3 

3.037,7

3.166,4

3.418,9 

3.574,9 

  lfd. Grundmittel je Studierende in

5.910

5.980 

5.920 

5.720 

5.550 

* Datenbasis: Fachserie 11 Reihe 4.3.2 des Statistischen Bundesamtes, Tabelle 2.1.3.
 

Laufende Grundmittel je Studierende in € im Jahr 2012:

 Saarland

9.170

 Niedersachsen

8.920

 Mecklenburg-Vorpommern

8.260

 Baden-Württemberg

8.250

 Thüringen

8.240

 Sachsen-Anhalt

8.210

 Bayern

7.550

 Schleswig-Holstein

7.350

 DEUTSCHLAND

6.910

 Sachsen

6.740

 Hamburg

6.680

 Berlin

6.380

 Hessen

6.380

 Rheinland-Pfalz

6.210

 Brandenburg

5.970

 Bremen

5.720

 NRW

5.550

* Datenbasis: Fachserie 11 Reihe 4.3.2 des Statistischen Bundesamtes, Tabelle 2.1.3.
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